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Fahrabzeichen

Auch wer Kutsche fährt kann dies nicht nur freizeitmäßig sondern auch auf dem Turnier machen. Für die verschiedenen Klassen gibt es verschiedene Abzeichen, die in der jeweiligen Klasse zum Start berechtigen. Ab den Fahrabzeichen 5-1 ist der Besitz des Basispasses Pflichtvoraussetzung. Jugendliche bis 16 Jahre dürfen die Prüfungen bis zum FA 3 (Fahrabzeichen 3) auch mit K-Ponys (unter 1,27m Stockmaß) machen, danach mit Ponys die mind. 1,28m groß sind.

Fahrabzeichen

Das Fahrabzeichen 10 (FA 10) ist das kleinste Abzeichen, was im Fahrsport abgelegt werden kann. In dem Teil wo eigentlich gefahren wird muss hier lediglich der Wagen bereitgestellt und zum Fahren vorbereitet werden. Weiterhin muss die Pflege des Pferdes, sowie das helfen beim Anschirren/Anspannen und das Verhalten auf den Wagen mit Hilfe gezeigt werden. Zu den Stationsprüfungen gehören die Vorbereitung des Pferdes zum Fahren, die Pferdepflege, das Verhalten in der Stallgasse, sowie die Grundkenntnisse der Geschirrkunde, die Bodenarbeit und die Ausrüstung.

Bei dem Fahrabzeichen 7 (FA 7) wird schon das fahren eines Ein- oder Zweispänners auf einem abgegrenzten Platz oder auf der Straße, sowie im Wald oder auf Feld und Flur nach Weisung der Richter verlangt. Zudem wird hier schon auf die Leinenhaltung, die Leinengriffe zum Geradeausfahren, zum Fahren von einfachen Wendungen, zum Fahren mit einer Hand, das Verkürzen und Verlängern der Leinen und die Leinenaufnahme am Gespann geachtet. Bei den Stationsprüfungen wird die Vorbereitung des Pferdes zum Fahren und das Verhalten in der Stallgasse geprüft. Weiterhin werden die Kenntnisse des Pferdeverhaltens, das 1x9 der Pferdefreunde und ein Teil mit Bodenarbeit überprüft.

Bis vor einigen Jahren war das Fahrabzeichen 5 (FA 5) noch das FA 4, auch kleines Fahrabzeichen oder Kutschenführerschein genannt. Fahrtechnisch wird ein- oder zweispänniges fahren auf dem Platz im Schritt und Trab, sowie auf der Straße das geradeaus und Wendungen fahren verlangt. Auch muss das Aufschirren und Anspannen, das Ausspannen und Abschirren, das Aufnehmen der Leinen, die Leinenverschnallung bei Zweispännern und ein Gespannwechsel verlangt. Zu den Stationsprüfungen gehört hier ein Prüfungsgespräch zum Fahrlehrgerät, der Fahr- und Geschirrlehre, das Tierschutzgesetz, die Grundsätze der LPO, das Straßenverkehrsrecht, Maßnahmen zur Unfallverhütung, der Transport derKutsche und die Bodenarbeit. Mit dem FA 5 ist man startberechtigt im Turniersport in Prüfungen der Klasse E und A teilzunehmen.

Das heutige FA 4, ehemals FA 3 hieß früher auch Bronzenes Fahrabzeichen. Um es erwerben zu können muss man seit mindestens 3 Monaten im Besitz des FA 5 sein. Verlangt wird das ein- oder zweispännig fahren einer A-Dressuraufgabe, sowie eines A-Hindernisparcours auf dem Platz oder einer Kombination aus beidem in einer Aufgabe. Dazu gehört auch das Aufschirren und Anspannen, das Ausspannen und Abschirren, korrektes Aufnehmen der Leinen und das longieren mit der einfachen Longe (entfällt bei denen die das LA 5 bereits haben). Zu den Stationsprüfungen gehören die Kenntnisse zum Gebiet der Fahrlehre, des Fahrlehrgerätes gemäß den Anforderungen der Klasse A, die Exterieurlehre/Veterinärkunde, Angaben im Turniersport/ Leistungsprüfungswesen und die Organisationsformen im deutschen Pferdesport.

Für das FA 3, was DFA 3 bleibt, muss der Fahrer den Besitz des FA 4 seit mindestens 1 Jahr vorweisen können. Gefahren werden muss ein Viererzug auf der Straße und nach Ansage auf dem Platz, auch Gebrauchsprüfung der Klasse A genannt. Dieser muss im Schritt und Trab sicher beherrscht werden. Auch gehört das Aufschirren und Anspannen, das Ausspannen und Abschirren, das Abmessen der Leinen und die Leinenverschnallung mit zu der Fahraufgabe. Die Stationsprüfungen setzen sich aus einem Prüfungsgespräch über die Anforderungen der Klasse A, sowie über das Wissen des Leistungsprüfungswesens inkl. Verhaltens-/Ehrenkodex, den Grundregeln des Verhaltens im Pferdesport und den Verpassen der Ausrüstungsgegenstände zusammen.

Nachdem man das FA 3 dann mindestens 1 Jahr besitzt kann das FA 2 absolviert werden. Dazu muss eine M-Dressur und ein M-Hindernisparcours mit einem Ein,- Zwei- oder Vierspänner gefahren werden. Wer das Longierabzeichen 2 (LA 2) schon besitzt muss das longieren mit der Doppellonge nicht vorführen. Weiterhin werden das Aufschirren und Anspannen, das Ausspannen und Abschirren und das Aufnehmen der Leinen beurteilt. Die Stationsprüfungen beinhalten eine Prüfungsgespräch über die Fahrlehre des Fahrlehrgerätes auf Niveau der Kl. M. Außerdem muss der Trainingsaufbau, die Exterieurmerkmale im Bezug zu ihrer Funktion für die fahrsportliche Nutzung, die konditionellen Fähigkeiten, der Trainingszustand, das Tierschutzgesetz und die Straßenverkehrs- und Geländerechte erläutert werden.

Um das FA 1 ablegen zu dürfen muss man seit mindestens 1 Jahr das FA 2 besitzen. Gefahren werden muss eine S-Dressur und eine S-Hindernisparcours wahlweise ein-, zwei- oder vierspännig. Des Weiteren muss der Gebrauch einer Doppellonge erklärt und veranschaulicht werden. Die Stationsprüfungen bestehen aus einem Prüfungsgespräch in dem es um die Anforderungen im Fahren der Kl. S, sowie um das Fahrgerät geht.