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Dressur

In der Dressur gibt es 6 Klassen von einfach bis schwer. Auf dem Turnier sollte der Reiter eine Reitkappe (bis 18 Jahre Pflicht) oder einen Zylinder (ab L), eine weiße Reithose, schwarze Chabs mit Reitschuhen oder Reitstiefel, ein Schwarzes Jacket oder bei den höheren Klassen ein Frack und gegebenenfalls weiße Handschuhe tragen.

Bewertet wird mit Wertnoten von 0 bis 10. 0 bedeutet, das der Teilnehmer nicht gestartet ist (nicht ausgeführt), 1 ist sehr schlecht, 2 nur schlecht, 3 heißt ziemlich schlecht, 4 gleich mangelhaft, 5 entspricht genügend, 6 stellt eine befriedigende Leistung dar, 7 ist schon ziemlich gut, 8 steht für gut, 9 bedeutet sehr gut und 10 heißt ausgezeichnet.

Die Führzügelklasse

Die einfachste Prüfung in Richtung Dressur, ist die Führzügelklasse. Diese "Prüfung" ist für die ganz Kleinen und dient eigentlich nur der Motivation. Die Reiter werden je von einer Person in einer kleinen Abteilung in einem Kreis um die Richter geführt. Sie müssen in der Gruppe und eine Runde einzeln Schritt und leichttraben zeigen. Die Siegerehrung ist wie bei einer echten Dressur mit Schleifen und Noten, als Ehrenrunde wird eine kleine Runde getrabt.

Reiterwettbewerb mit oder ohne Galopp

Der Reiterwettbewerb wird in einer Abteilung mit 3 bis 8 Reitern geritten. Es werden einfache Bahnfiguren(Zirkel, durch die ganze/halbe Bahn wechseln,durch die Länge der Bahn wechseln) die von einem Richter vorgelesen werden geritten. Bewertet werden der Sitz und die Einwirkungen des Reiters auf sein Pferd. Ausgeschrieben werden kann ein RW ohne Galopp oder mit Galopp. Platziert wird nach den gegebenen Wertnoten der Richter, die Ehrenrunde ist im Galopp oder wenn der RW ohne Galopp ausgeschrieben ist im Trab.

Dressurreiterwettbewerb

Ein Dressurreiterwettbewerb ist sozusagen die Vorstufe zur E-Dressur. Er wird in der Abteilung mit 2 bis 4 Personen geritten. Es werden Mittelschritt, Arbeitstrab und Arbeitsgalopp an verlangt. An Figuren werden Schlangenlinie durch die Bahn 3 oder 4 Bögen, durch die ganze/halbe Bahn wechseln und auf dem Zirkel geritten gefordert. Hilfszügel (Ausbinder) sind noch erlaubt. 

E-Dressur

Bei einer E-Dressur werden wie bei einem Dressurreiterwettbewerb Mittelschritt, Arbeitstrab und Arbeitsgalopp verlangt. Es wird einzeln oder in einer Abteilung mit 2 bis 4 Reitern auf einnem 20x40 Dressurviereck geritten, je nach gefragter Aufgabe. Starten dürfen Reiter der Leistungsklasse 0 und 6. Die geforderten Figuren sind ganze Bahn, auf dem Zirkel geritten, aus dem Zirkel wechseln, durch die ganze Bahne wechseln und Schlangenlinien. Ab dieser Klasse kommen auch die ersten Lektionen dazu. Dies wären Zügel überstreichen, Aufmarschieren, Übergänge und das korrekte Halten aus dem Trab. Auch wird ab dieser Prüfung mehr auf das Pferd geachtet, es muss Taktrein und Losgelassen gehen. Der Reiter sollte einen korrekten Sitz haben und sein Pferd beherrschen, das heißt Gangwechsel müssen an vorgegebener Stelle stattfinden und Bahnfiguren müssen genau geritten werden. Gänge u Ausstrahlung des Pferdes spielen eigentlich noch keine Rolle. 

 

A*/**-Dressur

Eine A-Dressur gehört auf dem Turnier schon zur Kategorie B. Es werden Mittelschritt, Arbeits- u Mitteltrab, Arbeits- u Mittelgalopp, sowie Tritte und Sprünge verlängern im Trab und Galopp an Gängen gefordert. Das Tritte und Sprünge verlängern ist die Vorstufe zum Mittelgalopp u Trab. Auch bei der A-Dressur darf noch in der Abteilung mit 2-4 Reitern geritten werden, oft wird jedoch schon einzeln geritten. Zugelassen sind Reiter der Leistungsklassen 6 und 5. Die Prüfung findet auch einem 20x40 Dressurviereck statt. Die zu reitenden Figuren bauen auf denen von E auf, dazu kommt durch die halbe Bahne wechseln, Schlangenlinien durch die Bahn 4 Bögen, durch den Zirkel wechseln, einfache Schlangenlinie und 10m Volten im Trab. Zu den Lektionen aus E kommen Viereck verkleinern und vergrößern, einfacher Galoppwechsel, Rückwärts richten, Zügel aus der Hand kauen lassen und auf der Viertellinie geritten. Das Pferd sollte nun auch in Anlehnung gehen und korrekt gestellt sein. Vom Reiter wird wie in E ein korrekter Sitz und eine ruhige Zügelführung verlangt, die Lektionen müssen ohne Widerstand klappen und es muss eine deutlich erkennbare Rahmenerweiterung im Mitteltrab und Galopp zu erkennen sein.

L*/**-Dressur

Aufbauend auf den Gängen der A-Dressur wird nun im Trab und Galopp die Versammlung gefordert. Nur die Aufgabe 1 darf noch in einer Abteilung von 2-4 Reiten geritten werden, alle anderen müssen einzeln geritten werden. Es wird auf einem 20x60 Dressurviereck geritten und Teilnehmen dürfen Reiter mit der Leistungsklasse 5 und 4. Wie auch bei einer A-Dressur müssen Volten geritten werden,nur diesmal 8m Volten im Trab und Galopp, es wird aus der Ecke kehrt mit 8m Durchmesser verlangt, sowie durch die Länge der Bahn wechseln und halbe Volte rechts halbe Volte links im Trab. Zu den bisherigen Lektionen kommt nun der Außengalopp, die Kurzkehrt und die Hinterhandwendung dazu. Geritten darf das Pferd nun mit Kandare, es ist sogar erwünscht. Die Tempiunterschiede in den einzelnen Tempis müssen klar erkennbar sein und das Pferd muss mehr Schwung entwickeln. Vom Reiter wird ein sicherer Sitz und eine feine Hilfengebung verlangt. Mangelhafter Raumgriff oder Pass im Schritt bei dem Pferd sind K.O. Kriterien. 

M*/**-Dressur

Bei einer M-Dressur wird nun auch der Schritt Versammelt verlangt, sowie Starker Schritt, Trab und Galopp. Es wird immer auf einem 20x60 Dressurviereck einzeln geritten. Die zu reitenden Figuren werden freier geritten. Es kommt ein ganzer Schwung neuer Lektionen dazu, die wären Schulterherein, Travers, Renvers, Traversalen, fliegender Galoppwechsel und Schrittpirouetten. Ab der Aufgabe M3 muss im versammelten Galopp eingeritten werden. Das Pferd muss rittig sein und immer mit Kandare geritten werden. Die Carpalgelenke des Pferdes müssen in den Verstärkungen gestreckt sein und die Rahmenerweiterung muss deutlicher ausfallen als beim Mitteltrab oder Mittelgalopp. Hat das Pferd nicht die gewisse Ausstrahlung und gute Gänge wird es automatisch schlechter bewertet. Vom Reiter wird eine perfekte Hilfen Gebung, die kaum zu sehen sein darf verlangt. Mitreiten dürfen Reiter der Leistungsklassen 4,3 und 2.

S*/****-Dressur

Dies ist die schwerste Stufe der Dressur. Es werden keine Wertnoten mehr verteilt sondern Punktzahlen. Bei den Gängen kommt an neuen Tempis noch der Mittelgaloppp und -Trab dazu, der Mitteltrab wird doppelt gewertet. An neuen Lektionen müssen nun Pirouetten im Galopp, Passagen (das Pferd bewegt sich sehr langsam vorwärts), Piaffen (das Pferd bewegt sich auf der Stelle) und Einer- und Zweierwechsel im Galopp geritten werden.

 

 

Steigerung der S-Dressur in Klasse

Prix Sankt Georg

Dies ist die internationale Dressurprüfung mit dem niedrigsten Niveau. Das Pferd mit dem man startet muss mindestens 7 Jahre alt sein. Mit einreiten dauert sie 5 min 50. Es wird Versammelter-, Starker- und Mitteltrab, Schulterherein, 2 mal eine 8m Volte, travasieren auf der linken und rechten Seite, Versammelter- und Starker Schritt, sowie 1 halbe Schrittpirouette links und rechts, Versammelter-, Starker- und Außengalopp, fliegender Galoppwechsel, 1 halbe Galopppirouette  auch links und rechts und aus dem Galopp halten verlangt.

Intermedaire I oder Intermediäre I Kür

Bei der Intermedaire 1 wird das einreiten im Versammeltem Galopp verlangt. Bei X halten muss gehalten werden und Versammelter-, Mittel- und starker Trab, 2x Schulterherein und 2 mal eine 8m Volte gezeigt werden. Des Weiteren muss auf beiden Seiten traversiert werden. Es sollte eine Traversalverschiebung, Rückwärtsrichten, Versammelter- und starker Schritt, sowie Versammelter- und starker Galopp, ein fliegender Galoppwechsel und eine ganze Galopppirouette auf ebdien Seiten folgen. Zum Schluss muss noch einmal bei X gehalten werden. Bei der Kür müssen die Aufgezählten Lektionen auch zu sehen sein, die Reihenfolge kann jedoch frei gewählt werden.

Intermedaire II

Es werden weitgehend die selben Lektionen gefordert wie bei der Intermedaire 1, nur in einer anderen Reihenfolge. Also Versammelter Galopp, bei X halten, weiter im Versammelterm-und starkem Trab, dann traversieren Links und rechts. Danach Traversalverschiebung, Passagen, Piaffen mit 8 bis 10 Tritten, Versammelter- und starker Schritt, sowie Versammelter- und starker Galopp, fliegender Galoppwechsel, eine ganze Galopppirouette links und rechts und zum Schluss bei X halten.

Intermedaire A

Hier bei ist das Niveau noch etwas höher als bei der Intermedaire II. Hier müssen die Passagen aus versammeltem Trab und die Piaffen aus versammeltem Trab mit 7 bis10 Tritten geritten werden. Hinzu kommt noch der starke Galopp. Alle anderen Lektionen die bei den vorherigen Intermedairen auch vorgekommen sind müssen auch geritten werden, wie der fliegender Galoppwechsel und eine ganze Galopppirouette.

Intermedaire B

Bei dieser Variante müssen Piaffen aus dem versammeltem Schritt mit 7 bis 10 Tritten und 2 mal Passagen aus dem versammeltem Trab geritten werden. Gefordert wird auch Versammelter- und starker Schritt, sowie Versammelter- und starker Galopp, ein fliegender Galoppwechsel, Rückwärts-richten und eine ganze Galopppirouette auf der linken und der rechten Seite.

Grand Prix Dressage

In dieser ersten internationalen Grand Prix Prüfung wird wie in den Prüfungen davor auch wieder das traversieren auf beiden Seiten, die Traversalverschiebung, Rückwärtsrichten, sowie Passagen und Piaffen mit 12 bis 15 Tritten verlangt. Das Pferd muss in allen 3 Grundgangarten Versammelt und Stark gehen. Des Weiteren ist ein fliegender Galoppwechsel und eine ganze Galopppirouette links und rechts zu reiten.

Grand Prix Special

In der Specialauflage des Garnd Prix auch als Freestyle bekannt, muss das Pferd auch wieder alle Gangarten und ihre Tempiunterschiede perfekt umsetzen können. Es muss Passagiren, auf beiden Seiten traversieren, Piaffen mit 12 bis 15 Tritten vorführen, fliegende Galoppwechsel zeigen und mindestens 2 ganze Galopppirouetten auf beiden Händen veranschaulichen, Doppelgalopppirouetten sind erwünscht.

Grand Prix Kür

Diese Prüfung ist die höchstes Prüfung auf internationaler Ebene. Die Kür muss selbst zusammengestellt werden und muss bestimmte schwere Lektionen beinhalten, wobei die Reihenfolge dabei frei wählbar ist. Eine weitere Besonderheit ist, das hier Lektionen kombiniert werden können, z.B. eine Piaffpiruette. Das ist eine Kombination aus Piaffe und Piruette. Da diese Kombinationen noch schwerer sind als die eigentlichen Lektionen werden diese höher bewertet.